Im Februar zeigt sich der Garten an ersten milden Tagen von seiner sanften Seite. Dein Rasen hingegen hat nach dem Winter oft mit Laub, Ästen und hartnäckigem Rasenfilz zu kämpfen. Welche Pflege jetzt wirklich sinnvoll ist - und was du besser noch aufschiebst - erfährst du in diesem Blogartikel. So startest du mit einem starken, gesunden Rasen ins Frühjahr.
Warum Rasenpflege im Februar so wichtig ist
Im Februar befindet sich dein Rasen in der Übergangsphase zwischen Winterruhe und Wachstum. Die Gräser erwachen langsam, brauchen aber noch Schonung. Jetzt legst du den Grundstein für einen gesunden Start ins Frühjahr.
Dein Rasen zwischen Winterruhe und Erwachen
Dein Rasen wächst erst richtig, wenn die Bodentemperatur konstant über 8 Grad Celsius liegt. Die Wurzeln rühren sich bereits ab 3 bis 5 Grad, aber oberirdisch passiert noch wenig. Sobald Sonnenstrahlen die Blattfläche erreichen, läuft die Fotosynthese an und dein Rasen sammelt Energie. Deshalb ist es wichtig, dass Licht und Luft ungehindert zu den Grashalmen vordringen können.

Das darfst du im Februar für deinen Rasen tun
Der Februar ist kein Monat für aggressive Eingriffe in die Rasenfläche. Stattdessen geht es darum, den Rasen behutsam zu unterstützen und auf die kommende Wachstumsphase vorzubereiten. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du deinen Rasen im Februar pflegen, ohne ihn zu belasten, und schaffst so die beste Grundlage für einen gesunden Start in den Frühling.
Laub vom Rasen entfernen - die wichtigste Aufgabe
Im Februar ist das regelmäßige Entfernen von Laub vom Rasen die wichtigste Pflegemaßnahme. Bleibt Laub liegen, staut sich darunter Feuchtigkeit. Es entsteht ein feuchtes, luftarmes Klima, in dem sich Schimmel und Pilze leicht ausbreiten können. Gleichzeitig bekommt der Rasen kaum Licht und kann keine Fotosynthese betreiben. Die Folgen zeigen sich im Frühjahr oft in Form von gelben oder braunen Flecken.
Entferne das Laub daher regelmäßig, besonders nach stürmischem Wetter. Am besten eignet sich ein Fächerbesen oder Laubrechen bei trockenem Untergrund. Auf Beeten darf Laub ruhig liegen bleiben. Dort schützt es den Boden vor Kälte. Auf dem Rasen ist das anders: Auch im Winter bleibt er biologisch aktiv und braucht Licht und Luft, um gesund in den Frühling zu starten.
Rasenfilz sanft entfernen und Grasnarbe belüften
Rasenfilz ist eine Schicht aus Mährückständen, Moos und abgestorbenen Halmen. Mit dem Harken-Test erkennst du Rasenfilz sofort. Ziehe dafür eine Metallharke leicht durch die Grasnarbe. Bleibt Material hängen? Dann ist Rasenfilz vorhanden.

Im Februar kannst du Rasenfilz sanft entfernen - oberflächlich mit Laubrechen oder Eisenharke arbeiten. Das belüftet die Grasnarbe und verteilt Wurmhäufchen. Um Rasenfilz durch Vertikutieren intensiv zu entfernen, ist es im Februar noch zu früh. Der Rasen ist noch nicht im aktiven Wachstum.
Winterreste vom Rasen entfernen
Äste, Spielzeug, Blumentöpfe - alles muss runter vom Rasen. Unter jedem Gegenstand entsteht ein gelber Fleck. Wurmhäufchen kannst du mit Besen oder Harke verteilen, denn die Erde enthält wertvolle Nährstoffe.
Rasen begutachten und Schäden dokumentieren
Halte kahle Stellen, Moosbefall oder winterbedingte Schäden am besten mit dem Smartphone fest. So behältst du den Überblick und weißt im März genau, wo eine Nachsaat nötig ist oder welche Bereiche intensiver gepflegt werden müssen.
Achte dabei auch auf Unterschiede innerhalb der Fläche. Sonnige Bereiche erholen sich nach dem Winter meist schneller, während schattige oder dauerhaft feuchte Stellen häufiger geschwächt sind. Diese Beobachtungen helfen dir, im Frühjahr gezielt zu handeln, statt den gesamten Rasen pauschal zu behandeln.
Gartengeräte vorbereiten und warten
Lass die Messer deines Rasenmähers rechtzeitig schärfen und überprüfe bei Benzinmähern Ölstand und Kraftstoff. Scharfe Messer schneiden die Grashalme sauber ab, während stumpfe Klingen sie ausfransen und einreißen. Das schwächt den Rasen, erhöht die Verdunstung und macht ihn anfälliger für Krankheiten.

Kontrolliere außerdem Rechen und Harken auf verbogene Zinken und stelle sicher, dass dein Streuwagen einwandfrei funktioniert. Gerade für die erste Düngung im März ist ein gleichmäßig arbeitender Streuwagen wichtig, um Über- oder Unterdosierungen zu vermeiden. Gut gewartete Geräte erleichtern dir die Arbeit und sorgen dafür, dass dein Rasen von Beginn an optimal gepflegt wird.
Bodenanalyse im Februar durchführen
Eine Bodenanalyse zeigt dir den pH-Wert und die Nährstoffversorgung. Der Februar ist ideal dafür. Die Ergebnisse helfen dir bei der Dünger-Auswahl für März. Test-Kits gibt es im Bau- oder Gartenfachmarkt zu kaufen.
Der ideale pH-Wert für den Rasen liegt zwischen 5,5 und 7,2 - je nach Bodentyp. Bei pH unter 5,5 kannst du im Februar kalken. Hierzu empfehlen wir dir den Bio-Rasenkalk & Gartenkalk von SUPERGREEN, dieser unterstützt deinen Boden bestmöglich, indem er für eine optimale Nährstoffaufnahme sorgt und die natürlichen Mikroorganismen fördert. Zwischen Kalken und Düngen sollten 6 bis 8 Wochen liegen.
Diese Rasenpflege schadet im Februar mehr als sie nutzt
Bei milden Temperaturen im Februar werden viele schnell ungeduldig und möchten mit der Rasenpflege starten. Doch genau das ist in dieser Phase oft kontraproduktiv. Der Rasen befindet sich noch in der Erholungsphase nach dem Winter und hat seine volle Widerstandskraft noch nicht zurückgewonnen.
Starke Eingriffe wie Mähen, Düngen oder mechanische Belastung setzen den geschwächten Gräsern zusätzlich zu. Statt davon zu profitieren, wird der Rasen weiter gestresst und startet geschwächt in die eigentliche Wachstumsperiode. Geduld zahlt sich hier aus: Wer im Februar zurückhaltend bleibt, schafft die beste Grundlage für einen gesunden und dichten Rasen im Frühjahr.
Rasen mähen im Februar? Noch viel zu früh
Sollte man im Februar bereits Rasen mähen? Nein. In dieser Phase benötigt der Rasen seine gesamte Blattmasse, um über die Fotosynthese Energie für den Start in die neue Wachstumsperiode zu sammeln. Jeder Schnitt entzieht den Gräsern diese wichtige Energiequelle und schwächt sie unnötig.

Hinzu kommt, dass der Boden im Februar häufig noch weich und wassergesättigt ist. Beim Betreten des Rasens und durch das Gewicht des Rasenmähers wird der Untergrund verdichtet. Das verschlechtert die Bodenstruktur, reduziert die Sauerstoffversorgung der Wurzeln und hemmt das spätere Wachstum. Kommen Spätfröste hinzu, können frisch geschnittene Halme zusätzlich Schaden nehmen.
Warum Düngen im Februar nichts bringt
Rasen im Februar zu düngen, bringt keinen Nutzen und ist in den meisten Fällen reine Geldverschwendung. Die Bodentemperaturen liegen zu dieser Zeit meist noch unter 7 Grad. Unter diesen Bedingungen sind die Rasenwurzeln kaum aktiv und können die zugeführten Nährstoffe nicht aufnehmen.

Statt dem Rasen zu helfen, wird der Dünger durch Regen und Schmelzwasser ausgewaschen. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Boden und Umwelt. Beginnt der Rasen nach einer frühen Düngung dennoch vereinzelt zu wachsen, fehlt ihm die nötige Widerstandskraft. Frische, weiche Triebe sind besonders anfällig für Spätfröste und können nachhaltig geschädigt werden.
Vertikutieren im Februar? Viel zu aggressiv
Das Vertikutieren im Februar gehört zu den häufigsten Fehlern in der frühen Rasenpflege. Beim Vertikutieren ritzen die Messer die Grasnarbe etwa 2 Millimeter tief an und durchtrennen dabei zwangsläufig einen Teil der Wurzeln. Nach dem Winter ist der Rasen dafür noch zu geschwächt und nicht regenerationsfähig.
Zusätzlich ist der Boden im Februar meist noch zu nass. Statt ihn zu lockern, wird er beim Vertikutieren verschmiert und verdichtet. Die entstandenen Verletzungen heilen bei niedrigen Temperaturen nur sehr langsam oder gar nicht. In den offenen Stellen können sich Unkräuter und Moose leichter ansiedeln, während der Rasen weiter geschwächt wird.
Rasen bei Nässe und Frost nicht betreten
Bei nassem Untergrund führt jeder Tritt dazu, dass sich der Boden weiter verdichtet. Die Grasnarbe kann dem Gewicht nicht standhalten, es entstehen Vertiefungen und Fußabdrücke, die sich später nur schwer wieder ausgleichen. Diese Verdichtungen behindern die Durchlüftung des Bodens und schwächen das Wurzelwachstum.

Bei Frost ist die Belastung noch problematischer. Gefrorene Grashalme werden spröde und brechen unter Druck leicht ab, ähnlich wie Glas. Die dabei entstehenden Bruchstellen sind offene Wunden, über die Krankheitserreger eindringen können. Im Frühjahr zeigen sich diese Schäden häufig als braune Trittspuren oder kahle Stellen.
Betritt den Rasen daher nur bei trockenem Boden und Temperaturen über 5 Grad. Bei Frost solltest du ihn konsequent meiden. Auch beim Entfernen von Laub gilt: Laufe so wenig wie möglich über die Fläche und arbeite am besten von außen nach innen, um die Belastung für den Rasen gering zu halten.
Dein Fahrplan für den Rasen im Februar
Anfang bis Mitte Februar:
- Laub und Äste bei trockenem Wetter entfernen
- Wurmhäufchen verteilen
- Winterreste wegräumen
- Rasen begutachten und Schäden dokumentieren
- Bodenanalyse durchführen (pH-Wert bestimmen)
- Bei pH unter 5,5: Rasen kalken
- Gartengeräte warten (Messer schärfen, Öl checken)
Ende Februar:
- Sanftes Striegeln mit Laubrechen
- Frühjahrsdünger und Nachsaat besorgen
Laufend:
- Rasen nicht bei Nässe/Frost betreten
- Neues Laub entfernen
- Wettervorhersage für März beobachten
Startklar für die Rasensaison mit SUPERGREEN
Du hast deinen Rasen im Februar perfekt vorbereitet. Laub vom Rasen entfernen, Rasenfilz sanft entfernen, Gartengeräte warten - alle wichtigen Aufgaben sind erledigt.
Wenn im März die Wachstumsphase beginnt, ist dein Rasen nach dem Winter bereit. Bei SUPERGREEN findest du alles für erfolgreiche Rasenpflege im Frühjahr:
- Premium-Rasenkalk bei saurem Boden
- Frühjahrsdünger mit Langzeitwirkung für starkes Wachstum
- Nachsaat-Mischungen für kahle Stellen
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